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Der Sicherheitsbegriff in der Politikwissenschaft

Entwicklung des Sicherheitsbegriffs

In der akademischen Diskussion wird der Sicherheitsbegriff sehr kontrovers behandelt. Generell   gibt   es   keinen   Konsens   über   die   Spannweite   des   Begriffs.   Traditionell   beschäftigen   sich   Sicherheitsstudien   mit der Identifikation von und Reaktion auf bedrohliche Aktionen für einen Nationalstaat. Die   ursprünglich   militärische   Definition   stellt   den   Nationalstaat   und   militärische   Reaktionsschemata   in   den   Vordergrund. Im   nationalstaatlichen   Kontext   können   Staatsgebiet,   Staatsvolk   und   Staats souveränität   durch   eine   äußere   Bedrohung konfrontiert werden.[5] Spätestens   mit   der   tief   greifenden   Veränderung   der   internationalen   Realität   und   einer   weltweiten   Regionalisierung   nach dem Kalten Krieg rückt das Referenzobjekt Nationalstaat zunehmend in den Hintergrund. Der   Sicherheitsbegriff   wird   allgemeiner   gefasst   und   auf   verschiedenste   Lebensbereiche   ausgedehnt,   so   zum   Beispiel   auf die   Ölkrise   in   den   70ern,   den   Kriegsschulden   der   USA   und   dem   Zusammenbruch   des   Bretton-Woods-System   im   Bereich Wirtschaft,   in   den   90ern   mit   der   Rio-Konferenz   (Konferenz   der   Vereinten   Nationen   über   Umwelt   und   Entwicklung)   auf   den Bereich   Umwelt   und   spätestens   mit   dem   UNDP-Report   1994   auf   den   Bereich   Humanitäre   Angelegenheiten   (Menschliche Sicherheit). Damit   verschieben   sich   auch   die   Referenzpunkte   für   den   Sicherheitsbegriff,   im   militärischen   Bereich:   vom   Nationalstaat zur Umwelt; wirtschaftlich und bei humanitären Angelegenheiten zudem das Individuum: die Menschheit, die Region usw. Der    Begriff    der    Sicherheit    wird    damit    aus    dem    militärischen    Bereich    losgelöst,    allerdings    ohne    die    ehemals    rein militärischen Reaktionsschemata aufzugeben. Man spricht daher auch vom erweiterten Sicherheitsbegriff.

Kritik der Kopenhagener Schule

Die   Kopenhagener   Schule   um   Buzan   und   Waever   argumentiert   für   einen   konstruktivistischen   Sicherheitsbegriff   und fordert   damit   sowohl   die   traditionelle,   als   auch   die   um   Erweiterung   des   Objekts   bemühte   Sichtweise   heraus,   da   sie   die generelle Objektivität des Begriffs hinterfragt und Sicherheit als „Sprechakt“ definiert. Mit    der    Assoziation    eines    Lebensbereiches    mit    Sicherheit    entstehe    eine    soziale    Wirklichkeit.    Dieser    „Sprechakt“ konstruiere   in   diesem   Lebensbereich   einen   Ausnahmezustand,   rechtfertige   ausserordentliche   Maßnahmen   und   setze bestehende Entscheidungswege außer Kraft. Die   Kopenhagener   Schule   um   Buzan   und   Waever   fordert   eine   sozial   konstruktivistische   Herangehensweise,   bei   der   der Prozess der Versicherheitlichung und Entsicherheitlichung in den Vordergrund rückt. Entscheidend   sei,   die   Reaktionen   auf   den   „Sprechakt   Sicherheit“   zu   untersuchen.   Obwohl   noch   kein   Konsens   über   die Konzeptionalisierung    von    Versicherheitlichung    und    Entsicherheitlichung    besteht,    existiert    bereits    eine    Anzahl    an empirischen Studien bzw. politischen Kommentaren zur Versicherheitlichung einzelner Themengebiete. Diese Informationen und die darin enthaltenen Links entstammen Wikipedia https://de.wikipedia.org/wiki/Sicherheit
 

Der Sicherheitsbegriff in

der Politikwissenschaft

Entwicklung des

Sicherheitsbegriffs

In       der       akademischen       Diskussion       wird       der Sicherheitsbegriff sehr kontrovers behandelt. Generell      gibt      es      keinen      Konsens      über      die Spannweite    des    Begriffs.    Traditionell    beschäftigen sich    Sicherheitsstudien    mit    der    Identifikation    von und    Reaktion    auf    bedrohliche    Aktionen    für    einen Nationalstaat. Die    ursprünglich    militärische    Definition    stellt    den Nationalstaat    und    militärische    Reaktionsschemata in   den   Vordergrund.   Im   nationalstaatlichen   Kontext können      Staatsgebiet,      Staatsvolk      und      Staats - souveränität       durch       eine       äußere       Bedrohung konfrontiert werden.[5] Spätestens   mit   der   tief   greifenden   Veränderung   der internationalen      Realität      und      einer      weltweiten Regionalisierung   nach   dem   Kalten   Krieg   rückt   das Referenzobjekt    Nationalstaat    zunehmend    in    den Hintergrund. Der   Sicherheitsbegriff   wird   allgemeiner   gefasst   und auf   verschiedenste   Lebensbereiche   ausgedehnt,   so zum    Beispiel    auf    die    Ölkrise    in    den    70ern,    den Kriegsschulden   der   USA   und   dem   Zusammenbruch des   Bretton-Woods-System   im   Bereich   Wirtschaft,   in den    90ern    mit    der    Rio-Konferenz    (Konferenz    der Vereinten   Nationen   über   Umwelt   und   Entwicklung) auf   den   Bereich   Umwelt   und   spätestens   mit   dem UNDP-Report    1994    auf    den    Bereich    Humanitäre Angelegenheiten (Menschliche Sicherheit). Damit   verschieben   sich   auch   die   Referenzpunkte   für den     Sicherheitsbegriff,     im     militärischen     Bereich: vom    Nationalstaat    zur    Umwelt;    wirtschaftlich    und bei      humanitären      Angelegenheiten      zudem      das Individuum: die Menschheit, die Region usw. Der    Begriff    der    Sicherheit    wird    damit    aus    dem militärischen   Bereich   losgelöst,   allerdings   ohne   die ehemals      rein      militärischen      Reaktionsschemata aufzugeben. Man       spricht       daher       auch       vom       erweiterten Sicherheitsbegriff.

Kritik der Kopenhagener Schule

Die    Kopenhagener    Schule    um    Buzan    und    Waever argumentiert        für        einen        konstruktivistischen Sicherheitsbegriff    und    fordert    damit    sowohl    die traditionelle,     als     auch     die     um     Erweiterung     des Objekts    bemühte    Sichtweise    heraus,    da    sie    die generelle    Objektivität    des    Begriffs    hinterfragt    und Sicherheit als „Sprechakt“ definiert. Mit     der     Assoziation     eines     Lebensbereiches     mit Sicherheit   entstehe   eine   soziale   Wirklichkeit.   Dieser „Sprechakt“    konstruiere    in    diesem    Lebensbereich einen                Ausnahmezustand,                rechtfertige ausserordentliche         Maßnahmen         und         setze bestehende Entscheidungswege außer Kraft. Die    Kopenhagener    Schule    um    Buzan    und    Waever fordert            eine            sozial            konstruktivistische Herangehensweise,      bei      der      der      Prozess      der Versicherheitlichung     und     Entsicherheitlichung     in den Vordergrund rückt. Entscheidend       sei,       die       Reaktionen       auf       den „Sprechakt     Sicherheit“     zu     untersuchen.     Obwohl noch    kein    Konsens    über    die    Konzeptionalisierung von    Versicherheitlichung    und    Entsicherheitlichung besteht,   existiert   bereits   eine   Anzahl   an   empirischen Studien       bzw.       politischen       Kommentaren       zur Versicherheitlichung einzelner Themengebiete. Diese Informationen und die darin enthaltenen Links entstammen Wikipedia https://de.wikipedia.org/wiki/Sicherheit
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